03.07.2011 - 15:51:48 - V1.0.2.156 - v2.0.50727

Pädagogische Richtungen

Unsere Pädagogik richtet sich nach dem „Situationsorientierten Ansatz“: Im Situationsansatz werden Lebenssituationen der Kinder aufgegriffen, in denen die Handlungsfähigkeit der Gruppe erhöht werden kann. Zugleich wird verantwortliches solidarisches Handeln gefördert. Das situationsorientierte Vorgehen verhilft Kindern zu mehr Selbstständigkeit und höherer Selbstbestimmung.
Das Lernen im Kinderhaus soll nicht in einer künstlichen Kinderwelt stattfinden, sondern etwas mit den Erfahrungen, Erlebnissen und Interessen, die sich den Kindern gegenwärtig und zukünftig stellen, zu tun haben. Bei der Vorgehensweise nach dem Situationsansatz wird ein Themenbereich in projektähnlichen Aktivitäten bearbeitet. Die Beteiligung der Kinder ist weitgehend freiwillig. Soziales Lernen und die Vermittlung von Fachkenntnissen werden miteinander verbunden. Der Tagesablauf wird weniger untergliedert, denn die Kinder sollen sich in eine Sache vertiefen können. Das Freispiel ist genauso wichtig wie angeleitete Tätigkeiten, außerinstitutionelle Lernorte werden mit einbezogen.
Ziel des situationsorientierten Ansatzes ist es, durch entsprechende Angebote und Auseinandersetzungen zu versuchen, das Kind zu einer stärkeren Autonomie (Selbstbestimmung) und zu entsprechenden Handlungsfähigkeiten anzuleiten, um in den gegebenen Situationen seines Alltages besser zurecht zukommen oder einfühlsamer und kenntnisreicher handeln zu können. Dabei ist solidarisches Handeln ein wichtiges Ziel. Diese Ziele (Autonomie, Kompetenz und Solidarität) werden in Bezug zum Lebensalltag des Kindes gesetzt, werden für diesen Lebensalltag konkretisiert und im alltäglichen Handeln umgesetzt und gelebt. Das Zusammenleben von Kindern verschiedenen Alters ermöglicht vielfältige soziale Erfahrungen und erleichtert die Integration von Kindern unterschiedlicher Entwicklungsstufen. Die Altersmischung gibt den Kindern mehr Spielraum für individuelle Entwicklungsabläufe, und sie werden weniger durch die Konkurrenzsituation einer Gleichaltrigengruppe überfordert. Eine Ausgewogenheit der Verteilung der Alters- und Geschlechtsgruppen und die Bedürfnisse der Kinder sind für uns maßgeblicheKriterien bei der Gruppenzusammensetzung.